Die Entstehung der Höllentalklamm
Der Name des Höllentals geht nicht etwa auf das Wort Hölle zurück, sondern auf das Wort höhlen bzw. aushöhlen. Denn der Wettersteinkalk, bestehend aus Riff- bzw. Schelfablagerungen, die sich in der mittleren Trias vor rund 240 Millionen Jahren am Meeresboden ablagerten und später im Zuge der Alpenbildung gefaltet und aufgerichtet wurden, wurde über lange Zeit durch Regen- und Schmelzwasser des Hammersbachs tief eingeschnitten und zur typischen Klammformation ausgehöhlt.
Blei- und Molybdänbergwerk im Höllental
Im Laufe Ihrer Wanderung zur Höllentalklamm werden Sie hier oder da auf alte Gebäudereste stoßen. Was hat es mit diesen auf sich? Bereits im 19. Jahrhundert wurde das Bergwerk im Höllental zur Gewinnung von Bleierzen eingerichtet. Als dann im Verlauf des ersten Weltkrieges der Rohstoff Molybdän als Stahlveredler an Wichtigkeit zunahm und "kriegsentscheidend" eingestuft wurde, wurde der Bergbau unter militärische Verwaltung gestellt, intensiv ausgebaut und um eine Seilbahn nach Grainau und ein E-Werk erweitert. Nach Ende des Krieges wurde das Bergwerk im Höllental wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt und 1925 mit den Knappenhäusern zwangsversteigert.
Noch heute zeugen Ruinen vom Bergbau im Höllental. Es wird aber dringend davon abgeraten eventuell noch bestehende Stollen zu erkunden, da die Holzeinbauten weitgehend verrottet sind und extreme Einsturzgefahr besteht.