Höllentalklamm in Bildern
In der Höllentalklamm läuft die Zeit anders. Hier zählt nicht der nächste Termin, sondern der Tropfen, der gerade auf den Fels fällt, ein Stück Kalkstein löst und damit ein Werk fortsetzt, das vor Jahrtausenden begonnen wurde. Im Einzelnen klein und unscheinbar, in der Summe aber ein einmaliges Naturschauspiel.
Der Hammersbach hat sich hier tief in den Wettersteinkalk gegraben und tobt zwischen Felswänden, die senkrecht aufragen und Tageslicht meist nur in diffuser Form hindurchlassen. Trifft die Sonne dann doch einmal im richtigen Winkel auf den feinen Sprühnebel, blitzen für kurze Augenblicke kleine Regenbögen zwischen den Felsen auf. Über Dir hängen verkeilte Felsbrocken, neben Dir donnern Wasserfälle, unter Dir gluckert türkisfarbenes Schmelzwasser. Es tropft, es rauscht, es weht. Du spürst die Klamm, bevor Du verstehst, was Du gerade siehst.
So beständig diese Felsen auch wirken, so wenig still steht hier irgendetwas. Jeden Winter formen Lawinen, Frost und Schmelzwasser die Schlucht neu. Jedes Extremwetter sorgt dafür, dass Bäume stürzen, Hänge rutschen und Steine bersten. Der Bach sucht sich seinen Weg ein Stück weiter rechts oder links als im Jahr zuvor. Die Höllentalklamm ist kein Bild an der Wand. Sie ist ein lebendiger Naturraum, in dem nichts so bleibt, wie es ist, und in dem trotzdem alles seinen Platz hat.
Vielleicht ist genau das der Wert dieser Wanderung. Einige Stunden lang spielt Dein Alltag keine Rolle. Es zählt nur das, was gerade ist. Die Bilder geben Dir einen Vorgeschmack. Wirklich erleben kannst Du diesen Ort aber nur selbst.