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Geschichte



Die Entstehung der Höllentalklamm

Der Name des Höllentals geht nicht etwa auf das Wort Hölle zurück, sondern auf das Wort höhlen bzw. aushöhlen. Denn die harten Muschelkalkschichten, die sich während der mittleren Triaszeit vor ca. 240 Millionen am Meeresboden absetzten und später während der Alpenbildung gefaltet wurden, wurden im Laufe der Jahre von Regen- und Schmelzwasser des Hammersbachs in der typischen Klammformation tief eingeschnitten und ausgehöhlt.




Blei- und Molybdänbergwerk im Höllental

Im Laufe Ihrer Wanderung zur Höllentalklamm werden Sie hier oder da auf alte Gebäudereste stoßen. Was hat es mit diesen auf sich? Bereits im 19. Jahrhundert wurde das Bergwerk im Höllental zur Gewinnung von Bleierzen eingerichtet. Als dann im Verlauf des ersten Weltkrieges der Rohstoff Molybdän als Stahlveredler an Wichtigkeit zunahm und "kriegsentscheidend" eingestuft wurde, wurde der Bergbau unter militärische Verwaltung gestellt, intensiv ausgebaut und um eine Seilbahn nach Grainau und ein E-Werk erweitert. Nach Ende des Krieges wurde das Bergwerk im Höllental wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt und 1925 mit den Knappenhäusern zwangsversteigert.

Noch heute zeugen Ruinen vom Bergbau im Höllental. Es wird aber dringend davon abgeraten eventuell noch bestehende Stollen zu erkunden, da die Holzeinbauten weitgehend verrottet sind und extreme Einsturzgefahr besteht.




Der Tourismus in der Höllentalklamm

Schon sehr früh wurde die Höllentalklamm für den Tourismus entdeckt und ausgebaut. Bereits Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde die Klamm unter der Leitung des Ingenieurs Adolf Zoeppritz und mehrerer einheimischer Bergführer erkundet und vermessen. Kurz darauf wurde mit den Arbeiten zur Erschließung der Klamm begonnen, diverse Tunnel in den Fels gesprengt und der komplette Weg durch die Schlucht mit Brücken und Stegen passierbar gemacht. Nach knapp 4 Jahren Arbeitszeit wurde die Höllentalklamm dann am 15.08.1905 eingeweiht.

Auch heute sind jedes Jahr erhebliche Arbeitsschritte nötig, um die Wege zu erhalten, die enormen Schneemassen (bis zu 70m) zu entfernen, die flexiblen Stege und Brücken auf- und abzubauen und für die nötige Sicherheit zu sorgen. Aus diesen Gründen wird ein Eintrittsgeld für das Durchqueren der Höllentalklamm erhoben.